Männer-Modesünden

Männer-Looks,
die Frauen an Männern nicht mögen !

Style Blog von Schauspielerin und Senior Model Sina Monae, Thema Männer-ModesündenLiebe Leser (-innen),

damit die männlichen Leser auf meinem Style-Blog nicht zu kurz kommen, habe ich mich in den vergangenen Wochen ausführlich mit den Modelooks der Männer beschäftigt und recherchiert, was Frauen bei dem Kleidungsstil der Herren einfach nicht mehr sehen wollen! Abgesehen von den weißen Socken in Trekkingsandalen und zu tief aufgeknöpften Hemden befinden sich im Kleiderschrank vieler Männer noch so einige andere Modesünden. In der nachfolgenden Auflistung findet ihr die häufigsten Style-Desaster an Männern, sowie den ein oder anderen Mein-Style-Tipp. Viel Spaß beim Lesen!!!

  • Das Kurzarmhemd

    Ein No-Go zum kurzärmeligen Hemd sind Krawatten. Das wirkt nicht nur spießig, sondern sieht aus ziemlich blöd aus, ebenso wie Kurzarm-Hemden mit kunterbuntem Print, die über einem T-Shirt offen getragen werden. Ein weiteres Fashion-Fettnäpfchen sind Kurzarmhemden mit weit geschnittenen Ärmeln, die wie Flipper Schwimmflügelchen abstehen und zwangsläufig jeden Männerarm als schmales Etwas wirken lassen.
    → Mein Style Tipp:
    Männer, die gerne kurzärmelige Hemden tragen, sollten darauf achten, dass die Ärmel schmal anliegen. Stylischer sind aber in jedem Fall Hemden mit lässig hochgekrempelten Ärmeln oder als Alternative einfach ein schickes Poloshirt wählen.

  • Das bunte Hemd und wilde Muster

    Ob nun das Hawaii-Muster oder bunt-groß-karriert, der Ethno-Style oder Animal-Print – eigentlich sehen diese Muster bei Männern immer fürchterlich aus. Also: Wenn schon bunt oder wild gemustert, dann wenigstens mit Witz, denn in diesen Hemden können wir einen Mann sowieso nicht ernstnehmen.
    → Mein Style Tipp:
    Unifarbene und dezent in sich gemusterte Hemden wirken angenehm seriös und stylisch.

  • Aufgeknöpfte Hemden

    Es gibt Körperstellen, die bleiben am besser verhüllt. Ein tiefes Männer-Dekolleté ist ein No-Go und dabei spielt es keine Rolle, ob die Männerbrust durchtrainiert, behaart oder als aalglatte Zone freigelegt wird. Ein bis zwei geöffnete Knöpfe reichen vollkommen aus, mehr wollen Frauen gar nicht sehen. Hemden, die bis zum Bauchnabel geöffnet und zur Krönung noch mit einem Kettchen betont werden, sind ein Mode-Flop. Es sei denn, ihr seid Stripper oder Animateur im XY-Club.
    → Mein Style Tipp:
    Weniger ist bekanntlich oft mehr und deshalb: Das Hemd bleibt zu.

  • Das T-Shirt

    Stilvoller als T-Shirts sind in jedem Fall Poloshirts. Sie wirken erwachsener und edler. Jedoch egal ob nun T- oder Polo-Shirt: Beides bitte nicht mit einem fetten Logos oder Applikationen, wie sie z.B. bei Camp David zu finden sind. Gegen Markenlogos in normaler Größe gibt es nichts einzuwenden. Nur Oversize-Logo haben keinen anderen Zweck, als den Träger zur negativ auffallenden Werbetafel zu degradieren. Ein absolutes No-Go sind T-Shirts mit flotten Sprüchen oder wilden Brustprints, sowie Shirts mit Löchern. Die wirken nicht nur uncool, sondern auch noch prollig – deshalb bitte entsorgen!!!
    → Mein Style Tipp:
    Man(n) sollte auf schlichte, unifarbene Oberteile setzen (am besten Weiß, Grau, Schwarz, Blau) – die kleiden elegant und smart.

  • Das Unterhemd / Muskelshirt

    Wie der Name schon sagt, gehört das Unterhemd irgendwo drunter. Nicht umsonst heißt es Unterhemd, also bitte nicht sichtbar oben drüber tragen. Modisch gesehen ist uns das zu unangezogen und es wirkt zudem gewöhnlich. Selbst wenn ihr mit einer gestählten Meister-Proper-Figur durchs Land zieht, sieht das Hemdchen ganz schön uncool aus und wir nehmen auch nicht ab, daß ihr gerade dem Musical „Grease“ entsprungen seid. Das Unterhemd ist ein absolutes Mode-No-Go, es sein denn, ihr arbeitet im Sommer auf dem Bau oder verdient euer Geld als Stripper.
    → Mein Style Tipp:
    Es ist alles gesagt, da gibt es keine Ausnahmen

  • Die Krawatte

    Es gibt jede Menge Anleitungen im Internet, wie man einen Krawattenknoten richtig bindet. Wer es dennoch nicht schafft, der kann notfalls auf fertig gebundene Exemplare zurückgreifen – wobei ich nicht die Krawatten mit dem Gummizug meine. Die richtige Länge ist weder bis zum Bauchnabel, noch bis auf das Knie gebunden.
    Mutige Farben, auffällige Muster und lustige Aufdrucke, wie Comicmotive & Co., sind unbedingt zu vermeiden, wenn man nicht zur Lachnummer werden will. Es sei denn, ihr verdient eure Brötchen mit Auftritten bei Kindergeburtstagen. Wer solche Krawatten in seinem Schrank hütet, der kann bei der nächsten Weiberfastnacht sein Exemplar auf amüsante Art und Weise loswerden.
    → Mein Style Tipp:
    Krawatten sollten farblich auf das Hemd und das Jacket abgestimmt sein. Mit dezenten Farben und Mustern kann man normalerweise nichts verkehrt machen.
    Nach dem Tragen stets den Krawattenknoten lösen und die Krawatte zusammenrollen, niemals hängend lagern.

  • Die Cargohose mit Trekkingschuhen

    Bei dieser Kombination wird wohl von einigen Männern die Stadt mit dem Wandergebiet verwechselt. Diesen Look schicken wir komplett in die Wüste

  • Die Hose in die Stiefel stecken

    Klar, praktisch ist es natürlich, denn so werden Hosen bei Regen und winterlichem Matschwetter weder nass noch dreckig. Dennoch: Geschoppte Hosenbeine lassen die Figur gedrungen erscheinen. Das wirkt dann weder lässig noch cool.
    → Mein Style Tipp:
    Eine Hose immer, wirklich immer, über den Stiefel tragen. Jeans, Chinos und Cordhosen dürfen aber gerne gekrempelt werden.

  • Das Sakko zur 501

    Die veraltete Miami-Vice Kombination, schwarzes Sakko zur Blue Jeans Levis 501, erfreut sich größter Beliebtheit, obwohl der Jeansschnitt den längst hinter uns gelassenen 80er- und 90er-Jahren zuzuordnen ist. Eine Verkäuferin, die auf die 501er hinweist, ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Beratung in einem anderen Geschäft eine bessere sein wird.
    → Mein Style Tipp:
    Wenn es schon die Blue Jeans zum schwarzem Sakko sein muß, dann bitte auf eine schmaler geschnittene Jeansform zurückgreifen.
    Eine schicke Alternative sind beigefarbene Chinos zum blauen Sakko.

  • Die zu enge Hose

    Sie ist schlecht für die Blutzufuhr und erst recht fürs Image – also weg damit.

  • Die zu weite Hosen

    Was die Weite einer Hose betrifft, sollte man sich im Klaren darüber sein, daß seit ungefähr zehn Jahren der schmaleren Form der Vorzug zu geben ist.

  • Die Hosenlänge

    Bei Hosen muß auf die richtige Länge geachtet werden! Zu kurze Hosen sind genauso schlimm, wie zu lange Hosen. Der Saum des Hosenbeins sollte etwa 1,0 cm oberhalb des oberen Schuh-Absatzrandes liegen – im Stehen, versteht sich! Wichtig ist zu beachten, waschbare Hosen erst zu waschen und dann zu kürzen, da viele Materialien bei der Wäsche einlaufen.

  • Die Jogginghose

    Karl Lagerfeld zu zitieren ist sicherlich nicht nötig, denn wenn Männer die Kontrolle über ihr Leben verloren haben und Jogginghosen tragen, können sie das gerne unter Ausschluss der Öffentlichkeit tun, ansonsten sollten sie sich bitte etwas Ordentliches anziehen.

  • Die Shorts

    Beine, behaart wie ein Reh, ist selten eine Zierde, insofern sollten Shorts den U16-jährigen vorbehalten sein und von erwachsenen Männern aus dem Kleiderschrank verbannt werden. Situative Ausnahmen gibt es lediglich beim Sport, Segeln oder am Strand. In der Stadt, im Business oder im Restaurant sind Shorts grundsätzlich und ohne Ausnahme fehl am Platze.

  • Die Socken

    Zu kurze Socken, die das Männerbein zwischen Hose und Socke freilegen, farblich unpassende Socken, sowie wie das Relikt der 80er: die weißen Tennissocken, sind ein No-Go, ebenso braune Socken zu schwarzen Schuhen und umgekehrt.
    → Mein Style Tipp:
    Am besten richtet sich die Farbe der Socken nach der Farbe der Schuhe, alternativ aber auch nach der Hose.
    Wer es bunt mag, kann farbige Socken, wie rote Burlingtons, zu blauen Bootsschuhen und blauer Hose tragen, oder hellblaue Socken als Hingucker und Kontrast zum Anzug kombinieren, wobei die Schuhe der Farbe des Anzugs entsprechen müssen.

  • Die Socken in Sandalen

    Der Coolnessfaktor einer Kombination aus offenen Schuhen und Socken liegt nach wie vor bei Null! Mittlerweile schlagen wir zwar nicht mehr die Hände über dem Kopf zusammen, wenn wir diese Modesünde sehen, aber fürs Kopfschütteln reicht es noch immer. Strümpfe in Sandalen zu tragen, zählt zu einer der größten Stylesünden, die Männer begehen können. Toppen läßt sich das Ganze nur noch durch das Kombinieren von weißen Tennissocken mit Trekkingsandalen und einer kurzen Hose, die den Blick auf die behaarten Beine frei gibt.
    → Mein Style Tipp:
    Sandalen bitte immer ohne Socken tragen. Ganz wichtig: Gepflegte Füße sind Pflicht – egal, ob Mann oder Frau.

  • Die Flip-Flops

    Im Sommer haben es die Männer mit dem richtigen Schuhwerk nicht leicht. Sandalen mögen viele und in Turnschuhen gibt es schnell Schweißfüße oder Scheuerstellen. Aber trotzdem: Badelatschen in der Stadt sehen einfach verboten aus, völlig egal ob zur kurzen oder langen Hosen.
    → Mein Style Tipp: www.goertz-shop.de
    Cool wirken im Sommer feine Ledersandalen, Segelschuhe und Slipper.

  • Der Sommerschal

    Ein locker, lässig umgelegter Schal im Sommer soll modisch sein, ist aber ohne jegliche Funktion und sieht einfach nur blöd aus. Der Sommerschal ist in etwa so cool, wie das Tragen einer Sonnenbrille im Club. Ach so, das macht ihr auch? Na, dann geht selbstverständlich auch der Schal klar.

  • Der Gürtel mit Logo

    Irgendwann in den 90ern waren diese Gürtel mal ganz kurz angesagt, aber schon waren sie auch wieder weg – eigentlich nur etwas für Neureiche, die schon auf 20 Metern Entfernung zeigen wollen, daß sie sich einen Logo-Gürtel leisten können.

  • Der Rucksack

    Ein Rucksack kann durchaus pracktisch sein, wenn man sich auf den Weg ins Fitness-Studio begibt. Als Teil der Business-Garderobe beweist er sich allerdings als eines der schlimmsten Mode-Fauxpas. Bergwandern im Anzug ist schlichtweg uncool.

  • Die Gürteltasche

    Super praktisch für Geld, Schlüssel und Diverses, aber auch super hässlich. Männer, die sich solch ein Ungetüm an die Hüfte schnallen können sicher sein, daß die Blicke der Damenwelt unter der Gürtellinie landen – aber nicht aus Bewunderung, sondern aus Verzweiflung. Nur wenn es aus beruflichen Gründen unbedingt erforderlich ist, trägt man eine Tasche am Gürtel spazieren. Ansonsten: Niemals!
    → Mein Style Tipp:
    Frauen, entsorgt die Gürteltaschen eurer Männer heimlich, still und leise in die Tonne. Männer, bitte nutzt eure Hosentaschen – auch, wenn Beulen nicht immer gut aussehen.

  • Die Ketten

    Mit Männer-Kettchen machst Du niemanden an! Männerschmuck ist zwar immernoch gerne gesehen, aber bitte, neben einer Armbanduhr, maximal zwei Teile.
    → Mein Style Tipp:
    Ein schlichtes Armband, ein (Ehe-)Ring

Liebe Herren: Habt Mut, modemäßig Geschmack und Stil zu beweisen, denn an einem schönen, gepflegten Anblick erfreut sich jede(r).

Herzliche Grüße
Sina Monae
Schauspielerin & Senior Model für  TV | Film | Werbung



Liebe Damen: Welche Modesünden fallen euch bei den Herren noch ein?



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9 thoughts on “Männer-Modesünden

  1. Da hast Du Dir ja echt Mühe gegeben und gründlich recherchiert. Vielleicht könntest Du im nächsten Beitrag ja auf die Wirkung von ungepflegtem Schuhwerk eingehen.

  2. Hi Sina !

    Kompliment für Deinen interessanten Beitrag !

    Männer-Modesünden sieht man ja leider nach wie vor jedes Jahr –
    vor allem im Sommer. Ich finde es gut, daß Du dabei auch die wohl schlimmste
    “ Modesuünde “ erwähnt hast : Socken in Sandalen.

    Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen,
    warum mir nach wie vor jedes Jahr Exemplare mit solcher Geschmacksverirrung begenen. Ich trage im Sommer nur Sandalen ( offene Trekkingsandalen) –
    aber barfuß und mit gepflegten Füßen.

    Ich habe zwar auffallend große Füße ( Schuhgröße 48 ) aber ich geniere
    mich deswegen nicht, im Sommer die Füße zu zeigen.

    ausserdem passen Sandalen zu einem lässig-sportlichem Outfit !

    ich denke, Du bist da derselben Meinung, nicht wahr ?

    1. Hallo Michael !
      Ganz herzlichen Dank für Deine Rückmeldung zu meinem Beitrag Männer-Modesünden.
      So wie Du, bin auch ich der Meinung, daß die Schuhgröße keine Rolle spielt und ein gepflegter Fuß Grundvoraussetzung für den Barfußauftritt in offenen Schuhen ist – übrigens egal ob bei Mann oder Frau 🙂
      Viele Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Dir, Sina

  3. Sehr schön wären mal Beispiele anhand von Fotos. Da lässt sich bestimmt was machen. Und eins noch: Wenn es Sommer ist trage ich als 50-jähriger gerne Shorts bis knapp übers Knie (für meine Beine werde ich oft gelobt, trotz Stachelbeerbewuchs) sowie Flip-Flops (aber keine aus Gummi – also Strandlatschen) sondern meist aus Leder. Was soll daran so falsch sein? Sind Männer dazu verdammt sich im Sommer tot zu schwitzen, nebst Schweißfüssen, nur damit es den Damen gefällt? Ich fänd es wünschenswert, wenn in diesem Blog mehr auf Männer eingegangen würde – denn die kommen heutzutage überall zu kurz. Stylingblogs für Damen gibt es zur Genüge – Männer kommen da zu kurz.

    lg Martin

    1. Hallo Martin, besten Dank für Deinen Kommentar und die darin enthaltenen Anregungen. Gerne nehme ich diese zukünftig im Rahmen meiner Möglichkeiten auf. Im Hinblich auf Deine Anmerkung über das Tragen von Flip-Flops bin ich ganz Deiner Meinung. Die entsprechende Übereinstimmung findest Du oben im Beitrag unter Flip-Flop Style Tipp. Viele Grüße, Sina

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